Jetzt lernen auch bei Slow Food die Bilder laufen.
Wir danken der InMedia Film- und Fernsehproduktion GmbH, Blücherstrasse 37A in 10961 Berlin. Sie stellte die Mehrzahl dieser Beiträge zur Verfügung.
Was das Schwäbisch-Hällische Schwein mit Slow Food zu tun hat, können Sie auch hier erfahren.
Als Weinbaugebiet wird das Taubertal erst allmählich wieder entdeckt. Noch sind die Weine ebenso ein Geheimtipp wie andere Produkte der Region. Zum Beispiel das "Boeuf de Hohenlohe" vom Limpurger Rind oder das Fleisch vom Schwäbisch-Hällischen Schwein.
Es war praktisch schon ausgestorben, das Schwäbisch-Hällische Landschwein. Aus nur wenigen Exemplaren, die er auf kleinen Bauernhöfen fand, hat Rudolf Bühler die wohlschmeckende Rasse wieder zurück gezüchtet. Die Bauern der Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall können heute stolz auf das Produkt sein. Es ist bei Feinschmeckern in ganz Deutschland gefragt - und selbstverständlich auch bei ambitionierten Köchen.
Schon im 19. Jhdt. lobte man, dass insbesondere die Limpurger Ochsen ein „ganz vorzüglich zartes, saftiges und wohlschmeckendes Fleisch“ liefern, das man sogar über die Landesgrenzen hinaus transportierte „wo für feinere Fleischqualität auch ein entsprechend höherer Preis bezahlt“ wurde. Sie waren maßgeblich beteiligt an dem seinerzeit von Pariser Feinschmeckern geprägten Markenbegriff „Boeuf de Hohenlohe“, ein heute wieder zu Ehren gekommener und geschützter Begriff (g.g.A.). Eine Steigerung ist das „Limpurger Boeuf de Hohenlohe“ (g.g.A.). Nur Fleisch vom Limpurger Weideochsen aus dem traditionellen Zuchtgebiet (Limpurger Berge, Welzheimer Wald, Ostalb-Vorland) sowie aus dem angrenzenden Hohenlohekreis darf sich so nennen, vorausgesetzt weitere Bedingungen sind erfüllt: Die Ochsen müssen langsam wachsen und dürfen deshalb nur weiden und im Winter mit Wiesenheu gefüttert werden. Und das Fleisch muss unvakuumiert am Knochen reifen.Das „Limpurger Rind“ ist die älteste Rinderrasse Württembergs. Entstanden nach dem 30-jährigen Krieg aus Kreuzungen des Roten Landviehs mit Allgäuer Vieh hielt sie sich bis heute rein. Ihren Namen hat sie von der Grafschaft Limpurg, dessen von tief eingegrabenen Flusstälern durchschnittenes Hügelland mit Höhen bis über 500 Meter sowie die Haltungsbedingungen und klein-bäuerlichen Wirtschaftsverhältnisse die Rasse prägten. Im angrenzenden Hohenlohe wurden - des Fleisches wegen - vor allem die Ochsen gemästet.
Das Hoffest von Rudolf Bühler spiegelt die Erfolgsgeschichte des Schwäbisch-Hällischen Landschweins wider. Vor 15 Jahren, als das erste Hoffest auf dem Sonnenhof stattfand, zählten die Veranstalter noch etwa 150 Gäste. Am 26. August 2007 dagegen strömten etwa 5000 Interessierte von nah und fern nach Wolpertshausen. Hauptattraktion des Hoffestes, das seinen Gästen ein vielfältiges kulinanrisches und kulturelles Programm bot, war wie eh und je die Schlachtplatte vom Hällischen Landschwein - jene Rasse, die Öko-Landwirt Rudolf Bühler in den 80er Jahren vor dem Aussterben rettete. Ebenso groß war die Nachfrage nach einer Kostprobe des Boeuf de Hohenlohe. So wurde das Hoffest auf dem Sonnenhof auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Nicht zuletzt sicher auch wegen des traumhaften Wetters.