Jetzt lernen auch bei Slow Food die Bilder laufen.
Wir danken der InMedia Film- und Fernsehproduktion GmbH, Blücherstrasse 37A in 10961 Berlin. Sie stellte die Mehrzahl dieser Beiträge zur Verfügung.
Das Slow Food Magazin 3/2007 stellt die Genussregion Weimarer Land / Thüringen vor. Passend dazu diese Serie kleiner Videofilme, die sich um Marcello Fabbri, den Sternekoch des Hotels "Elephant" in Weimarer drehen.
Quarkklöße, rohe Kartoffelklöße, Bohnenklößchen, Hütes, Kartoffel-Lauchklöße, grüne Klöße, Sonneberger Klöße, … Kloßrezepte gibt es ohne Ende und die erfreuen sich vor allem in Thüringen größter Beliebtheit. So beliebt, dass die Thüringer dem Kloß sogar ein Fest widmen: das Hütesfest in Meinigen findet jedes Jahr mit einem großen Festumzug statt. Sogar Sprichwörter gehen auf die gelbliche Kartoffelmasse zurück. So kennt doch jeder den Ausspruch: „Das ist doch klar wie Kloßbrühe.“ Und so ragen sich noch einige Bräuche und Sagen um den Kloß und vielleicht kann Marcello Fabbri diese zahlreichen Geschichten mit einem ganz individuellen Kloßrezept erweitern.
Normaler Senf aus dem Supermarkt von neben an kommt den „Schneckenfreunden“ von Slow Food nicht in den Kochtopf. Unser Meisterkoch Marcello Fabbri macht sich für seine Senfmarinade deshalb auf den Weg in das beschauliche Kleinhettstedt bei Arnstadt. Hier malt der Senfmüller Friedrich Morgenroth in der achten Generation eines der liebsten Gewürze der Deutschen. Und das sehr erfolgreich. Die traditionelle Herstellungsmethode gibt dem Senf eine ganz besondere Note – eben einzigartig. Genauso wie die Philosophie von Slow Food.
Was haben Schokolade, Goethe und Indien gemeinsam? Die Goethe Schokoladen- Manufaktur in Bad Frankenhausen. Hier bringt die Chefin des Hauses höchste Qualität, hohen Genuss und gesunde Ernährung in Verbindung. Spezialitäten des Hauses sind zum Beispiel der „Goethe-Schokoladentaler“, die „Goethe Torte“, Ananas-Bananen-Rum oder Chutneys in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen. Und wenn es um etwas Besonderes geht, ist der Slow Food Sternekoch Marcello Fabbri nicht weit. Der Mischung aus Schokolade, Goethe und Indien wird er bestimmt noch eine italienische Not hinzufügen.
Billig ist nicht immer gleich gut, vor allem nicht bei Fleisch. Deshalb macht sich Marcello Fabbri heute auf den Weg nach Vachdorf bei Meinigen, um für seine Saltimbocca ein ganz besonderes Schweineschnitzel zu bekommen. Hier im Ökozentrum wird das seltene thüringische Sattelschwein gezüchtet – ökologisch versteht sich. Der Grundsatz des Betriebes lautet: „Wirtschaften im Einklang mit der Natur, dem ursprünglichen Kreislauf von Boden, Pflanzen, Tier und Mensch.“ So verzichten die Ökobauern bewusst auf den Einsatz von Leistungsförderern und Hormonen bei der Tierhaltung. Die artgerechte Haltung und Fütterung führen zu qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln mit einem hohen gesundheitlichen Wert. Aber auch hier kommt das Schwein irgendwann einmal auf die Schlachtbank…
Marcello Fabbri, einziger Sternekoch in Thüringen, ist ein überzeugter Anhänger der Slow-Food-Philosophie. Wo immer es geht, setzt er Produkte aus Thüringen ein. Mehrere Produzenten sind bereits feste Partner der beiden Restaurants im historischen Gasthaus "Elephant" in Weimar (gegründet 1696, heute ein 5-Sterne-Hotel), die Fabbri betreut: Das Sterne-Restaurant "Anna Amalia" und der "Elephantenkeller", wo es rustikaler zugeht. Im Sommer gibt es auf der Terrassse eine Mittagskarte, die zusammen mit dem Slow-Food-Convivium Weimar-Thüringen zusammen gestellt wurde und im Zeichen der Schnecke steht. Besonders viel Lob gibt es für das zarte Rindfleisch vom "Gelbvieh", das der Hof Sallach in Uhlstädt-Partschefeld hoch über dem Saaletal liefert.
Nicht nur Rinder, Schweine und Geflügel werden mit Antibiotika und Mastbeschleuniger hoch- und überzüchtet, auch vor der Fischzucht macht die Massenproduktion nicht halt. Doch unser Slow Food Sternekoch Marcello Fabbri gibt sich nur mit Produkten von feinster Qualität zufrieden und so ist er dieses Mal auf dem Weg nach Eberstedt, um die beste Forelle Thüringens für seine neueste Kreation zu besorgen. Hier werden die Forellen erst im neunten Monat, statt wie üblich im sechsten, geschlachtet und verkauft. Naturnahe Haltung und die vergleichsweise lange Lebensdauer garantieren das feste Fleisch, wofür die Forellen aus Eberstedt bekannt und beliebt sind. Mit einer Mischung aus höchster italienischer Kochkunst und den besten Thüringer Forellen entsteht wieder einmal ein ganz besonderes Gericht.
Der „lebendigsten Käse der Welt“ kommt aus Sachsen-Anhalt und heißt Würchwitzer Milbenkäse. Bereits im Mittelalter wurde in der Region um Zeitz und Altenburg Milbenkäse zubereitet. Diese lange Tradition drohte um 1970 ihr Ende zu finden, als nur noch eine ältere Frau – die Würchwitzerin Liesbeth Brauer – das Geheimnis der Herstellung kannte. Um den Milbenkäse nicht der Vergessenheit anheim fallen zu lassen, engagierte sich der dort ansässige Biologie- und Chemielehrer, Helmut Pöschel, für die Erhaltung und Wiederbelebung der Tradition. Im Zeichen des Milbenkäses betreibt er eine rege Öffentlichkeitsarbeit und rief einige Veranstaltungen ins Leben. So wurde auch Slow Food auf den Würchwitzer Milbenkäse aufmerksam und nahm ihn in seine „Arche des Geschmacks“ auf.
Das Bier von hier - mit diesem Slogan wirbt die kleine Privatbrauerei im
kleinen thüringischen Dingsleben nahe der Grenze zu Franken. Das
Familienunternehmen im 270-Seelen-Dorf überstand nicht nur die schwierigen
Zeiten der DDR mit alten Produktionsanlagen sondern widerstand auch allen
Versuchen zur Übernahme durch große Brauereien nach der Einheit 1990. Heute
gehört die Brauerei der Familie Metzler zu den gut florierenden Privatbrauereien
in Thüringen. Zu den Besonderheiten im Angebot gehört seit kurzem ein
kalorienarmes Pils.