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In Anton Schütts Spicher Ess-Kultur-Etage versammelten sich Einsteiger und neugierige Fortgeschrittene zum ersten professionellen Kochkurs, der Basiswissen vermittelte und manchen die erste Zwiebel seines Lebens schneiden ließ.
Auf dem Menüplan:
Carsten Sebastian Henn, der Autor der Ahr-Krimis las am 17. Februar auf Einladung des SF-Conviviums Bonn im Restaurant „Le Bistro“ in Beuel aus seinem neuesten Thriller: In dubio pro vino, der leider der amtierenden Ahr-Weinkönigin das Leben kostet. Sehr umfassende Ankündigung in den Medien, über 40 Anmeldungen – und dann doch ein Defizit, weil viele wegen Erkältungen absagen mussten. Brigitte Lausch hatte die spannende Idee, und wir denken doch über eine Fortsetzung nach.
Welch ein Motto für einen Kochabend! Elf Genießer fanden sich am 19. Februar wieder einmal bei Hannelore Schlutz ein.
Es gab:
Ute und Achim Ziss hatten eingeladen, und neun Slowfoodies fanden sich am 21. Mai um Herd und Esstisch in Bad Neuenahr ein. Das Motto Frühlingsgemüse war ganz dem Tag angemessen, an dem eine Ahnung von Wärme und Sonne in der Luft lag.
Auf den Tisch kamen:
Dazu edle und leckere Weine, darunter ein Frühburgunder, unser zukünftiges Arche-Produkt.
Lang geplant, endlich verwirklicht: Der erste Abend, an dem wir uns mit einem einzigen Produkt befassen, von Warenkunde über Verarbeitung bis zum Genuss. Sabine Hardt ist dem Thema Zwiebel unter alle sieben Häute gekrochen und hat uns mit roten, gelben, weißen Exemplaren, mit Torpedoschalotten und Gemüsezwiebeln vertraut gemacht. Die Küche im Robert-Wetzlar-Berufskolleg war dafür ein ausgezeichneter Rahmen.
Es ist schon Tradition: Kürbissuppe auf Burg Lede. 60 Kilo der Riesenbeeren kamen unters Messer und schmeckten über 200 Neugierigen gut.
Nur der Zichorienkaffee rief keine Begeisterung hervor: Ansonsten hatten 14 Slowfoodies viel Spaß bei der Beschäftigung mit dem Gemüse, dessen Hoch-Zeit eigentlich im Herbst ist, das es aber das ganze Jahr über zu kaufen gibt. Achim Ziss hatte sich schlau gemacht, manch einer hatte ein Rezept beigesteuert, und so richteten wir in der Küche des Robert-Wetzlar-Berufskollegs Pasta mit Chicoree, Chicoreesuppe und karamellisierten Chicoree an. Diesmal gab uns sogar Direktor Petz die Ehre, auch wenn keine Presse kam....
Prinzess, Annabelle, Rosada und ... baten zu Tisch, als wir uns zu zehnt in der Küche und am auserlesen dekorierten Esstisch von Hannelore Schlutz versammelten.
Das Menü testete unser Durchhaltevermögen:
Elf Weine hatte unser Privat-Sommelier Jörg Lüttge dazu kenntnisreich ausgesucht. Wer nicht dabei sein konnte, hat etwas verpasst....
Die Domäne Mechtildshausen bei Wiesbaden (Erbenheim) ist ein erfolgreicher Biobauernhof, der zugleich eine Sozial- und Ausbildungsstation für Jugendliche beherbergt, aber landesweit wegen des hervorragenden Restaurants und des noblen Hotels als Tempel der feinen Lebensart zählt. Genau der richtige Ort für einen Besuch, denn hier wird in idealer Weise der Anspruch der Slow Foodies nach sozialem Engegement, nach biologischer und nachhaltiger Erzeugung von Lebensmitteln und die Lust auf Genuss auf ideale Weise verbunden.
Das Fünf-Gang-Menü am 5. November 2005 im Restaurant der Domäne mit begleitender Weinprobe der Bio-Weingüter Hirt-Albrecht und Asbach-Kretschmar wird dann auch zu einem Geschmackserlebnis der besonderen Art. Zu jedem Gang gibt es zwei begleitende Weine, kommentiert in anschaulicher Weise von Michael Albrecht persönlich. Spätestens beim vom Hause kredenzten Digestif entsteht dann die sprichwörtliche launige Stimmung.
Nach einer kurzen Nacht in weichen Daunen und einem späten Frühstück mit hervorragenden Bioprodukten der Domäne geht es weiter zum Besuch im Weinberg von Michael Albrecht. Beim anschliessenden Besuch im Weingut Asbach-Kretschmar erklärt uns Peter Kreuzberger die Besonderheiten der Weinproduktion im Edelstahltank. Nach weiteren Proben seiner erlesenen Rieslinge und mit vollgefüllten Kofferräumen verlassen wir den Rheingau Richtung Bonn mit der Gewissheit, bald wiederzukommen. Denn es gibt noch vieles zu entdecken und zu probieren in dieser alten Kulturregion, die jetzt auch noch im Bereich Mittelrhein zum Weltkulturerbe erkoren wurde.
Wo schieben wir drei Gänse in den Ofen? Dieses Problem löste sich dank eines Kontaktes zum Bulthaupt-Küchenstudio am Kaiserplatz. Ideale Bedingungen waren es: Große Kücheninseln boten Platz, in den Backofen passten drei stattliche Exemplare des Federviehs, und am quadratischen Tisch fanden zeitweise 14 Genießer Platz – was wollten wir mehr?
Das jahreszeitliche Menü:
Keiner hat bereut, dass wir nicht ins Restaurant gegangen sind – im Gegenteil!