Kontakt: Michael Olma c/o Kanzlei Olma & Piegsa
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© Michael Olma
Frau Brüderle, Frau Hauptmann und Herr Hafner vom Hofladen im Moos (www.hofladenimmoos.de) haben Wort gehalten! Am 25.10.2009 trafen wir uns, wie beim letzten Besuch im Februar verabredet, um zwei Wurstklassikern - Weisswurst und Wiener - auf die Pelle zu gehen.
Am früheren Morgen konnte bereits erlebt werden, wie Frau Hauptmann frische Brezen im Holzofen knusperte. Herr Hafner begann mit einer historischen Einführung über die Zufallserfindung der bayerischen Nationalwurst durch den Wirt vom Gasthaus „Zum ewigen Licht“ am Münchener Marienplatz, Sepp Moser am Faschingssonntag den 22.02.1857. Moser sollen die Schafsdärme für die Kalbsbratwürstchen ausgegangen sein, während schon die Gäste warteten. Der losgeschickte Lehrling kam aber mit Schweinedärmen zurück, die zu zäh und zu groß für Bratwürste sind. In der Not füllte er sie trotzdem mit der fertigen Masse, briet die Würste jedoch nicht, sondern brühte sie in heißem Wasser.
Bekanntlich werden im Hofladen nur Tiere aus kleinbäuerlicher Haltung der direkten Umgebung hausgeschlachtet. Kälber stehen erst wieder zu Weihnachten zur Verfügung, sodass die heute produzierten Weisswürste aus 100% Schweinefleisch bestehen. Für gewöhnlich werden die Weissen aus einer variablen Mischung beider Fleischarten gefertigt. Die wohl als Münchner Referenzweisswürste geltenden des Metzgers und Gastwirts Heinz Wallner (Gaststätte in der Großmarkthalle) sind rein kälbern. Herr Hafner erläuterte detailiert die bevorstehenden einzelnen Arbeitsschritte.
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Mit "Überschuhen" ging es dann in die Manufaktur. Nach dem Fleischwolf kam der Kutter zum Einsatz. Um die optimale Arbeitstemperatur zu halten wird Eis zugegeben. Kurz vor Ende kommt frische Petersilie in den Wurstbrät.
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Schließlich wird das Brät in einen Schweinedarm gefüllt und die Würste portioniert, bevor es für sie in den Kessel ging. Zwischenzeitlich waren auch die Wiener fertig und kamen "aus dem Rauch".
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Gutmann Weissbier, Händlmaier Senf (Hausmacher und Mittelscharf), resche Brezen und Weisswürste - ein geniales Quartett! Es wurde "Gezuzzelt" und "Gehäutet" - je nach Gusto.
Lieben Dank an das Team vom Hofladen für die perfekte Organisation, gute Nahrung für Kopf und Bauch, vor allem aber für die herzliche Gastfreundschaft!