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Zu einem Käseworkshop trafen sich am 26.07.2008 18 Interessierte auf dem Kirchhof in Alheim-Oberellenbach. Der Kirchhof zählt zu den Hofkäserei-Pionieren in Nordhessen und ist einer der wenigen Betriebe, die Rohmilchkäse herstellen. Wie wird Rohmilchkäse hergestellt? Worin unterscheidet er sich von pasteurisiertem bzw. industriell hergestelltem Käse?
Jede(r) der TeilnehmerInnen durfte selbst Hand anlegen.
Renate Kremin-Hannig und Godehart Hannig (Bild) verstanden es, informativ und tiefgründig in die Herstellung von Rohmilchkäse einzuführen. Für die TeilnehmerInnen wurde deutlich, dass es bei der Herstellung von Rohmilchkäse auf viel Erfahrungswissen ankommt.
Der präventiven Behandlung von Käserinde mit Antibiotika (z.B. Natamycin) erteilten Godehart Hannig und Renate Kremin-Hannig, beide selbst aktiv im Convivium Nordhessen, eine deutliche Absage. Bei dem so behandelten Käse muss mindestens 5mm der Rinde beseitigt werden (übrigens: beim bevorstehenden deutschen Käsemarkt in Nieheim im September 2008 ist die Natamycin-Behandlung in der Marktordnung zugelassen!).
Bei einem Frühstück gab es reichlich Gelegenheit, den Kirchhof-Käse sowie frische Milch, Buttermilch (die nichts mit dem in Supermärkten käuflichen Produkt gemein hat) und frische Butter zu kosten.
Am Ende waren aus 18 TeilnehmerInnen Co-Produzenten geworden, alle um die Erfahrung reicher, wie viel dazugehört, um den von den diversen Käsetheken bekannten Kirchhof-Käse herzustellen und welche Menschen sich hinter diesen hochwertigen Produkten verbergen.