Ach, es ist eine Freude, mit Kindern zu kochen. Sollen wir da noch erklären, warum es besonders gesund ist? Wir zählen zuhause doch beim Kochen auch keine Kalorien.
Und trotzdem lernen die Kinderkochklubkinder eine Menge. Zum Beispiel, dass es viele verschiedene Kartoffeln gibt, sogar blaue. Und dass eine Süßkartoffeln eigentlich keine Kartoffel ist. Dass die verschiedenen Gewürze in einem Lebkuchengewürz für Kindernasen gewöhnungsbedürftig sind, aber als Mischung doch wieder lecker.
Beim Besuch des Restaurants Tafelfreuden lernten sie, wie es in einer Profiküche zugeht (einige durften mitkochen), lernten, wie man bei so vielen Leuten so serviert, dass nicht alles kalt auf dem Teller wird, und dass es gar nicht einfach ist, Bestellungen aufzunehmen und sie wieder an den richtigen Tisch zu bringen.
Beim Besuch der Archehofs Thoelen haben sie erkannt, dass es Tiere gibt, die nur noch ganz selten auf der Welt vorhanden sind und dass man sie trotzdem essen darf. Dass die Schnitzel und Bratwürstchen nicht im Supermarkt wachsen. So lernen sie, Ehrfurcht vor Lebensmitteln zu bekommen.
Eine Kelle Spaß und einen Esslöffel Wissen, das ist das Geheimnis des KiKoKlubs, des wohl ältesten Kinderkochklubs von Slow Food Deutschland. Und es ist halt wie im richtigen Leben. Der eine pickt die Rosinen heraus, weil er sie mag, der andere, weil er sie nicht mag.
(Klaus Ruwisch)
P.S. Vorher die Hände waschen und nachher aufräumen und spülen finden die kleinen Köche allerdings nicht so prickelnd. Wem geht es nicht ähnlich?